📘 Kapitel 1 · Unit 4 von 30

Variablen und
Datentypen

int · float · char · double – lerne, wie C Daten im Speicher ablegt und wie du sie sinnvoll verwendest.

4 / 30 Units
Ömer
Kapitel 1: Einstieg & Grundlagen Dauer: ~45 Min. Interaktiver Explorer + Simulator + Quiz
Ömer
Ömer sagt:

Variablen sind wie Schubladen im Gedächtnis deines Programms. Heute lernst du, welche Arten von Schubladen es gibt – und welche Größe du für welchen Inhalt brauchst. Klick danach unbedingt auf den Datentyp-Explorer!

Was ist eine Variable?

Eine Variable ist ein benannter Speicherplatz im RAM. In C muss jede Variable einen Datentyp haben – dieser bestimmt, wie viel Speicher reserviert wird und welche Werte erlaubt sind.

Deklaration vs. Initialisierung

Deklaration = Variable anlegen (Speicher reservieren): int alter;
Initialisierung = Startwert setzen: int alter = 17;
Zuweisung = Wert später ändern: alter = 18;

Die vier Haupt-Datentypen

TypSpeicherWertebereichFormatLiteral
int4 Byte−2.147.483.648 bis +2.147.483.647%d42
float4 Byteca. ±3.4×10³⁸, ~7 Stellen%f3.14f
double8 Byteca. ±1.8×10³⁰⁸, ~15 Stellen%lf3.14
char1 Byte−128 bis +127 (ASCII)%c'A'

Vollständiges Beispiel

variablen_demo.c C
#include <stdio.h>

int main() {
    int    alter     = 17;
    float  groesse   = 1.78f;
    double pi        = 3.14159265;
    char   note      = 'A';

    printf("Alter:   %d Jahre\n",   alter);
    printf("Größe:   %.2f m\n",  groesse);
    printf("Pi:      %.5lf\n",    pi);
    printf("Note:    %c\n",       note);
    return 0;
}
▶ Ausgabe
Alter: 17 Jahre
Größe: 1.78 m
Pi: 3.14159
Note: A

Regeln für Variablennamen

✅ Erlaubt

alter, mein_name, punkte2024, _intern

❌ Nicht erlaubt

2punkte (Zahl am Anfang), mein name (Leerzeichen), int (Schlüsselwort), größe (Umlaute)

🔍 Datentyp-Explorer

Klicke auf einen Datentyp – rechts siehst du alle Details, Grenzen, Beispiele und Besonderheiten.

C DATENTYP-EXPLORER – Wähle einen Typ
🔢 int – Integer (Ganzzahl)
Speicher4 Byte (32 Bit)
Min-Wert−2.147.483.648
Max-Wert+2.147.483.647
Format (printf)%d oder %i
Literal42, -7, 0, 1000
int alter = 17;
int punkte = -5;
int groß = 2000000;
printf("%d", alter); // → 17
💡 int ist der häufigste Typ – immer wenn du eine ganze Zahl brauchst!
📐 float – Gleitkommazahl
Speicher4 Byte (32 Bit)
Genauigkeitca. 7 Dezimalstellen
Bereichca. ±3.4 × 10³⁸
Format (printf)%f, %.2f
Literal3.14f, 1.5f (f am Ende!)
float pi = 3.14f;
float temp = 36.6f;
printf("%.2f", pi); // → 3.14
⚠️ Immer das 'f' am Ende schreiben: 3.14f – sonst behandelt C es als double!
🎯 double – Doppelt genau
Speicher8 Byte (64 Bit)
Genauigkeitca. 15–17 Dezimalstellen
Bereichca. ±1.8 × 10³⁰⁸
Format (printf)%lf, %.5lf
Literal3.14, 2.71828 (kein Suffix)
double pi = 3.14159265358979;
printf("%.10lf", pi);
// → 3.1415926536
💡 double ist der Standard für Kommazahlen in C – präziser als float!
🔤 char – Character (Zeichen)
Speicher1 Byte (8 Bit)
Bereich−128 bis +127 (ASCII: 0–127)
Format (printf)%c (Zeichen), %d (ASCII-Zahl)
Literal'A', 'z', '5', '!' – in einfachen Anführungszeichen!
char note = 'A';
char ziffer = '7';
printf("%c = %d", 'A', 'A');
// → A = 65 (ASCII-Wert!)
💡 Intern ist char eine Zahl (ASCII-Code). 'A' = 65, 'a' = 97, '0' = 48.
Ömer
Ömer sagt:

Hast du alle 4 Datentypen durchgeklickt? Merke dir besonders: float immer mit 'f' am Ende, char immer in einfachen Anführungszeichen, und double ist genauer als float!

⚡ Variable-Simulator

Wähle einen Datentyp, gib einen Wert ein – und sieh, wie C die Deklaration und Ausgabe aussehen würde.

Variablen-Generator
Typ:
▶ Generierter C-Code
– Typ wählen und auf GENERIEREN klicken –

Probiere diese Beispiele:

  • Typ: int, Wert: 42
  • Typ: float, Wert: 3.14
  • Typ: char, Wert: A
  • Typ: double, Wert: 9.81

🎯 Wissens-Quiz – Unit 4

Frage 1
Welchen Datentyp verwendest du für eine Ganzzahl ohne Nachkommastellen?
Afloat
Bint
Cchar
Ddouble
Frage 2
Welches Format-Zeichen gibt einen float-Wert aus?
A%d
B%c
C%f
D%s
Frage 3
Was ist falsch an: float pi = 3.14; ?
ADer Variablenname pi ist ungültig
B3.14 ohne 'f' ist ein double-Literal, nicht float
Cfloat ist kein gültiger Typ
DGar nichts, es funktioniert korrekt
Frage 4
Welcher Variablenname ist in C gültig?
A2mein_wert
Bmein wert
Cmein_wert_2
Dint
Frage 5
Wie viele Bytes belegt ein double?
A1 Byte
B4 Byte
C8 Byte
D2 Byte
Frage 6
Wie viele Bytes belegt ein int normalerweise?
A1 Byte (8 Bit)
B2 Bytes (16 Bit)
C4 Bytes (32 Bit)
D8 Bytes (64 Bit)
Frage 7
Was ist der Unterschied zwischen float und double?
Afloat ist genauer als double
BEs gibt keinen Unterschied
Cfloat belegt mehr Speicher als double
Ddouble hat doppelte Genauigkeit (64 Bit)
Frage 8
Was passiert bei int x; ohne Initialisierung?
Ax enthält einen zufälligen Garbage-Wert
Bx ist automatisch 0
CDer Compiler gibt einen Fehler aus
Dx ist automatisch -1

📋 Spickzettel – Unit 4

Datentypen
intGanzzahl, 4 Byte
floatKommazahl, 4 Byte
doubleGenau, 8 Byte
charZeichen, 1 Byte
Format-Zeichen
%dint
%f / %.2ffloat
%lfdouble
%cchar
Literale (Werte)
42int-Literal
3.14ffloat-Literal (f!)
3.14double-Literal
'A'char-Literal (' ')
Variablen-Syntax
int x;Deklaration
int x = 5;Initialisierung
x = 10;Zuweisung
snake_caseNamenskonvention

✅ Checkliste – Unit 4

  • Ich kenne die 4 Basis-Datentypen: int, float, double, char
  • Ich kann Variablen korrekt deklarieren und initialisieren
  • Ich kenne die Format-Zeichen %d, %f, %lf, %c
  • Ich weiß, dass float-Literale ein 'f' brauchen: 3.14f
  • Ich kann gültige Variablennamen von ungültigen unterscheiden
Ömer
Ömer sagt:

Super Arbeit! In Unit 5 – dem letzten von Kapitel 1 – lernst du scanf: damit kann der Benutzer selbst Werte eingeben. Das macht Programme endlich interaktiv!