Interaktives Arbeitsblatt für die 9. Schulstufe
Höre dir zuerst die Erklärung an und bearbeite danach die Aufgaben.
Beantworte die W‑Fragen zum Banküberfall in St. Pölten.
| Frage | Bedeutung | Meine Antwort |
|---|---|---|
| WER? | Welche Person(en) sind beteiligt? | |
| WAS? | Was ist passiert? | |
| WANN? | Wann hat es sich ereignet? | |
| WO? | Wo hat es stattgefunden? | |
| WIE? | Wie ist es abgelaufen? | |
| WARUM? | Warum ist es passiert? (falls bekannt) | |
| FOLGEN? | Was waren die Folgen? |
WER? Josef K., ein älteres Ehepaar, die Schülerinnen Claudia S. und Verena N., der Kassier, der Filialleiter, die Polizei
WAS? Die Hypo-Bank wurde überfallen.
WANN? Kurz vor Kassaschluss.
WO? In der Hypo-Bank in der Klammstraße in St. Pölten.
WIE? Ein maskierter, bewaffneter Täter zwang alle Anwesenden auf den Boden und nahm rund 200.000 Euro in einem Jutesack mit.
WARUM? Nicht genau bekannt; es handelte sich um einen Raubüberfall.
FOLGEN? Die Schülerinnen alarmierten heimlich die Polizei per SMS, der Täter wurde noch am selben Tag festgenommen.
Beantwortet sofort: WER, WAS, WANN, WO. Kurz und klar.
Beschreibt den genauen Ablauf – chronologisch und sachlich.
Beschreibt die Folgen und was am Ende passiert.
Kreuze an, welche Sätze in einen Bericht passen. Begründe kurz.
| Satz | Deine Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| Der Täter war ein wirklich böser Mensch. |
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| Am Montag wurde die Bank in der Klammstraße überfallen. |
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| Ich war total schockiert, als ich das hörte. |
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| Der Täter wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. |
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| Die Schülerinnen schickten heimlich eine SMS an die Polizei. |
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| So etwas Schlimmes habe ich noch nie erlebt! |
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1. NEIN – Der Satz enthält eine persönliche Bewertung.
2. JA – Der Satz ist sachlich und nennt wichtige Fakten.
3. NEIN – Der Satz steht in der Ich-Form und enthält Gefühle.
4. JA – Der Satz ist sachlich und beschreibt eine Folge.
5. JA – Der Satz ist sachlich und beschreibt einen wichtigen Teil des Ablaufs.
6. NEIN – Der Satz enthält Gefühle und ist nicht sachlich.
Fakten zum Banküberfall
Banküberfall in St. Pölten
Kurz vor Kassaschluss wurde die Filiale der Hypo-Bank in der Klammstraße in St. Pölten von einem maskierten Mann überfallen. Bei dem Täter handelte es sich um den arbeitslosen Mechaniker Josef K. In der Bank befanden sich zu diesem Zeitpunkt ein älteres Ehepaar, die Schülerinnen Claudia S. und Verena N., der Kassier sowie der Filialleiter.
Der bewaffnete Täter betrat die Bank mit einer Pistole und bedrohte die anwesenden Personen. Er forderte alle auf, sich auf den Boden zu legen. Anschließend nahm er rund 200.000 Euro an sich, die er in einen Jutesack füllte. Während des Überfalls gelang es den beiden Schülerinnen, unbemerkt eine SMS an die Polizei zu schicken. Dadurch konnten die Einsatzkräfte rasch informiert werden. Nach dem Überfall versuchte der Täter zu fliehen.
Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein. Josef K. wurde noch am selben Tag festgenommen. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Der Vorfall wird nun von der Polizei weiter untersucht.
Hey, willkommen zurück bei Ömers Team! Schön, dass du wieder dabei bist.
Heute geht es um einen Texttyp, den ihr bestimmt schon mal gehört habt – den BERICHT. Und vielleicht denkt ihr gerade: „Ömer, das ist doch einfach. Einfach aufschreiben, was passiert ist.“ Stimmt – aber da steckt ein bisschen mehr dahinter. Und genau das schauen wir uns heute an.
Ein Bericht ist ein sachlicher Text. Das heißt: Keine Meinung. Keine Gefühle. Nur Fakten – klar, geordnet und verständlich.
Berichte gibt es überall im Alltag:
Was alle Berichte gemeinsam haben: Sie beantworten die sogenannten W‑Fragen.
Merkt euch diese sieben Fragen – sie sind das Herzstück jedes Berichts:
WER hat etwas getan?
WAS ist passiert?
WANN ist es passiert?
WO ist es passiert?
WIE ist es passiert?
WARUM ist es passiert? – wenn man es weiß!
UND: Was waren die FOLGEN?
Wenn ihr alle diese Fragen beantwortet habt, habt ihr einen guten Bericht.
Ein Bericht hat drei Teile – wie ein Sandwich!
1. EINLEITUNG
Hier beantwortet ihr sofort die wichtigsten W‑Fragen: WER, WAS, WANN, WO. Das ist wie eine Schlagzeile – der Leser soll sofort wissen, worum es geht.
Beispiel: „Am Montag, dem 14. April, wurde die Hypo‑Bank in der Klammstraße in St. Pölten überfallen.“
Das ist eine starke Einleitung. Kurz. Klar. Auf den Punkt.
2. HAUPTTEIL
Hier erzählt ihr den Ablauf – in der richtigen Reihenfolge, von Anfang bis Ende. Also: Was ist zuerst passiert? Was dann? Was danach?
Wichtig: Bleibt sachlich! Kein „Ich war total geschockt“ oder „Das war so aufregend“. Ein Bericht ist neutral – wie ein Kameramann, der filmt, aber selbst nichts fühlt.
3. SCHLUSS
Hier kommt das Ende der Geschichte: Was sind die Folgen? Was passiert mit den beteiligten Personen? Zum Beispiel: Wurde jemand verhaftet? Gab es Verletzte? Was wurde unternommen?
Stellt euch vor, ihr schreibt für eine Zeitung. Hier sind die Fakten:
Das klingt schon fast wie ein Film, oder? Aber beim Bericht schreiben müssen wir das sachlich aufschreiben – ohne Dramatik, ohne Übertreibung.
So könnte die Einleitung aussehen: „Kurz vor Kassaschluss wurde am [Datum] die Filiale der Hypo‑Bank in der Klammstraße in St. Pölten von einem maskierten Mann überfallen.“
Kurz. Klar. Alle wichtigen Infos drin. Perfekt!
Fehler 1: Ihr schreibt in der Ich‑Form. Ein Bericht ist sachlich. Man schreibt nicht „Ich dachte, dass ...“, sondern „Die Polizei stellte fest, dass ...“
Fehler 2: Ihr bewertet Personen. Nicht: „Der Täter war ein böser Mensch.“ Sondern: „Der Täter wurde der Polizei übergeben.“
Fehler 3: Ihr schreibt durcheinander – kein roter Faden. Immer chronologisch! Erst das, was zuerst passiert ist. Dann das Nächste.
Fehler 4: Ihr vergesst die W‑Fragen. Kontrolliert am Ende nochmal: Habe ich alle beantwortet?
Ihr sollt einen Bericht mit etwa 220 bis 250 Wörtern schreiben. Das klingt viel – ist es aber nicht!
So plant ihr das:
Macht euch vorher Stichpunkte! Schreibt alle W‑Fragen auf und beantwortet sie kurz. Dann habt ihr alles, was ihr braucht – und schreibt einfach drauflos.
Okay Leute, das war's für heute! Ich hoffe, der Bericht ist jetzt kein Geheimnis mehr für euch. Und denkt dran: Üben, üben, üben – das Arbeitsblatt dazu findet ihr in der Beschreibung!
Jetzt seid ihr dran: Schreibt mir in die Kommentare, welches Thema ich als Nächstes erklären soll! Was bereitet euch in Deutsch am meisten Kopfzerbrechen? Inhaltsangabe? Erörterung? Grammatik? Schreibt es rein – ich freue mich auf eure Vorschläge!
Und wenn euch das Video geholfen hat – Daumen hoch, abonnieren nicht vergessen! Bis zum nächsten Mal – euer Ömer! 👋