Der Dativ (Wem?) ist der Fall des indirekten Objekts. Er zeigt, wer etwas empfängt.

Im Dativ bekommt fast alles ein -m am Ende! der → dem, ein → einem.
Dativartikel
| Genus | bestimmter Artikel | unbestimmter Artikel |
|---|---|---|
| Maskulin (m) | dem | einem |
| Feminin (f) | der | einer |
| Neutrum (n) | dem | einem |
| Plural | den + (Nomen +n) | — |
Personalpronomen Dativ
| Nominativ | Dativ |
|---|---|
| ich | mir |
| du | dir |
| er/es | ihm |
| sie (sg.) | ihr |
| wir | uns |
| ihr | euch |
| sie/Sie | ihnen/Ihnen |
Typische Dativverben
Diese Verben fordern immer Dativ: helfen, danken, gehören, gefallen, folgen, glauben, antworten, vertrauen, passieren, fehlen
📚 Akkusativ und Dativ – ein laufender Wandel
In der gesprochenen Sprache vermischen viele Deutsche die Akkusativ- und Dativformen: Ich sehe ihn (Akk.) vs. ich sehe ihm (Dat.) – letzteres ist umgangssprachlich verbreitet, aber grammatisch falsch. Dieser Wandel folgt einem historischen Muster: In vielen germanischen Dialekten (z. B. Niederdeutsch) sind Dativ und Akkusativ schon zusammengefallen. Im Schwedischen und Dänischen gibt es keinen Akkusativ mehr. Das Deutsche Standard hält an der Unterscheidung offiziell fest.
✏️ Beispiele
Dativartikel:
Ich gebe dem Mann das Buch. (m → dem) Er hilft der Frau. (f → der) Wir zeigen dem Kind den Weg. (n → dem) Sie danken den Kindern. (Pl. → den + -n)Dativpronomen:
Er gibt mir das Buch. Ich schreibe dir eine Nachricht. Sie hilft ihm.Dativverb:
Das gehört mir! Es gefällt ihr sehr.🎯 Wissens-Quiz
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- Dativpronomen anwenden
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